Trauer und Verlust

Trauern ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir den Mut haben, andere zu lieben.
(Irvin D. Yalom)

Wenn man über Trauer spricht, meint man oft Trauer nach dem Tod eines nahestehenden Menschen oder Haustiers. Doch dem Phänomen der Trauer begegnet man viel öfter im Leben als man zunächst denkt. Denn Trauerreaktion tritt nach nahezu jedem Verlusterlebnis von etwas was im Leben von Bedeutung war. So kann man über die zerbrochene Liebesbeziehung oder Freundschaft, über Verlust des Arbeitsplatzes, über den Umzug in eine neue Gegend oder auch über den Verlust des Lieblingskuscheltiers bei kleinen Kindern trauern.

Die Trauerreaktion ist ganz normal und gehört zum Leben. Der Trauer Zeit und Raum zu geben anstatt sie zu verdrängen, wirkt sich positiv auf den Verarbeitungsprozess aus. Einige tiefgreifende Verlusterlebnisse hinterlassen lebenslange Spuren. Das Leben geht zwar weiter, aber es wird anders. Nach dem Tod, einer Trennung, oder dem Zerbrechen einer Freundschaft muss man sich an den neuen Alltag gewöhnen. An einen Alltag, in dem eine wichtige Person fehlt. Ein Mensch oder Tier, dass einem viel bedeutet hat, mit dem man viel Zeit verbracht hat, seine Sorgen und viele schöne Momente geteilt hat. Der neuen Situation fühlt man sich komplett ausgeliefert und hilflos. In einigen Situation muss der Alltag komplett neu strukturiert werden und man fühlt sich schnell überfordert. Es kann sein, dass Ängste über die Zukunft den Trauernden eine Weile begleiten.

Der Trauerprozess verläuft in Phasen. Die bekanntesten davon sind: Schock; Nicht-wahrhaben-wollen; Regression begleitet durch Weinkrämpfe, Zusammenbrüche und Fassungslosigkeit; Schuldgefühle; Wut; Rückzug und Akzeptanz. Es passiert oft, dass man anfangs an Appetitlosigkeit leidet und Schlafprobleme hat. Manche Menschen schaffen es den Trauerprozess selbst oder mit der Unterstützung des nahen Umfelds durchzustehen. Manche schaffen es nicht und verfallen in den Zustand des sogenannten pathologischen Trauerns. In solchen Fällen lohnt es sich Hilfe zu holen um später schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden. So gehören unverarbeitete Verlusterlebnisse (durch Trennung oder Tod) zu einer der häufigsten Ursache bei der Entstehung von Depressionen.

Ich unterstütze Sie gerne bei der Verarbeitung Ihres Verlustes und begleite Sie durch den Trauerprozess. In meiner Arbeit mit Trauernden arbeite ich mit Methoden aus der Trauer- und Krisenbegleitung, der Traumatherapie sowie mit achtsamkeitsbasierten Methoden.

Empfehlungen

  • Pim van Lommel,„Endloses Bewusstsein“
  • Guillaume Musso, „Ein Engel im Winter“
  • Jojo Moyes, „Ein ganzes halbes Jahr“
  • Cecilia Ahern, „P.S. Ich liebe Dich“
  • Eric-Emmanuel Schmitt, „Oskar und die Dame in Rosa“
  • Marie-Claire Van der Bruggen, „Das Märchen vom Tod“
  • Irvin D. Yalom, „In die Sonne schauen“
  • Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom, „Unzertrennlich“
  • Susann Brückner und Caroline Kraft, „Endlich. Über Trauer reden“
  • William P. Young, „Die Hütte: Eine Wochenende mit Gott“
  • Dorothea Mihm, „Die sieben Geheimnisse guten Sterbens: Erfahrungen einer buddhistischen Palliativschwester“
  • Rigpa, „Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod“
  • „Ein ganzes halbes Jahr“ — Film zum Buch
  • „Ein Engel im Winter“ — Film zum Buch
  • „Jenseits des Todes“ — Netflix Serie (Themen: erweitertes Bewusstsein, Kommunikation mit Verstorbenen, Zeichen von Verstorbenen, Reinkarnation)
  • „Einfach das Ende der Welt“ — Film (Frankreich, Kanada)