Ängste, Panikattacken, Phobien, Sorgen

Nicht die Dinge an sich beunruhigen die Menschen, sondern seine Sicht der Dinge.
(Epiktet)

Angst schafft Sorgen. Sorgen machen einen nervös und verspannt und schlagen sich auf die Magennerven.
Dadurch verändern sich die Verdauungssäfte negativ, und das führt oft zu Magengeschwüren.
(Dr. O.F. Gober, Arzt)

Angst gehört zu den Grundemotionen bzw. Grundgefühlen und begleitet die Menschen schon sehr lange. Angst als Gefühl ist sehr wichtig und sogar überlebensnotwendig. In der Steinzeit, beispielsweise, löste eine nahende Gefahr—wie z.B. ein großes Tier—ein Alarmsignal im Körper aus. Dieses hat den Menschen geholfen entweder in den Flucht- oder Kampf-Modus zu gehen, und so ihr Leben zu retten. Dieses Alarmsignal nennen wir Angst.

Auch heute ist Angst sehr wichtig, da es uns vor Gefahren warnt und zur schnellen Handlung befähigt. Angst wird stets von körperlichen und teilweise psychischen Symptomen begleitet. Zu den typischen Angstsymptomen gehören z.B. Herzrasen, Zittern, Mundtrockenheit, ein Engegefühl im Brustbereich, Beschwerden im Bauchbereich, Atemnot, Schwitzen oder Kälteschauer, Schwindel, die Angst, die Kontrolle über die Situation zu verlieren und manchmal sogar das Gefühl vor Angst zu sterben. Nachdem die akute Gefahrensituation vorbei ist, vergeht die Anspannung und die vorhandene Symptomatik und der Körper beruhigen sich.

Heutzutage wird Angst, wenn sie besonders ausgeprägt ist und im Alltag zum Problem wird, zu den psychischen Erkrankungen gezählt. Die Internationale Krankheitsklassifikation ICD 10 unterscheidet dabei zwischen folgenden Angststörungen: Agoraphobie, Panikattacke, spezifische Phobien (z.B. Höhenangst, Prüfungsangst, Spinnenphobie), soziale Phobie und generalisierte Angststörung.

Wenn Ängste oder Panikattacken den Alltag erschweren oder manche Unternehmungen unmöglich machen, kann man Angst therapeutisch behandeln lassen. Da die Auslöser für die Entstehung der Angststörung sehr vielfältig sind, ist es wichtig jeder Situation individuell zu betrachten.

In meiner Arbeit mit Angst-Patienten kombiniere ich mehrere Therapie-Methoden. Am häufigsten arbeite ich mit Traumatherapie, Hypnose, Entspannungstraining sowie einigen Elementen aus der Verhaltenstherapie und der systemischen Therapie.

Empfehlungen

  • Dale Carnegie, „Sorge dich nicht – lebe! Die Kunst, zu einem von Ängsten und Aufregungen befreiten Leben zu finden“
  • John Strelecky, „Das Cafe am Rande der Welt“
  • Fritz Riemann, „Grundformen der Angst“
  • Stefan Zweig, „Angst“
  • Podcast „Jung und Freudlos“, Folge vom 03.05.2019: Angst(störungen) - eine Einführung